Für sozialpädagogische Fachkräfte

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Eine sich selbst reflektiernde Haltung gehört nicht nur zum selbstverständlichen Standard
in der sozialen, pädgogischen und pflegerischen Arbeit,
sondern ist eine wesentliche Kernkompetenz professioneller Praxis.

Erwachsenen Bindungsrepräsentation

Hauptstrukturen von Bindungsmodellen bei Erwachsenen

(nach M.Main, 1995, Grossmann, Ainsworth 1991, Fremmer-Bombik 1987)

In ihren Bindungsuntersuchungen mit Erwachsenen stellten die Forscher einen erstaunlich hohen Zusammenhang zwischen den inneren Arbeitsmodellen von Erwachsenen und der Bindungsqualität zu den jeweils eigenen Kindern fest. Das eigene innere Modelle von Bindung wurden mit großer Stabilität an die eigenen Kinder weitergegeben. Die Qualität der Bindung ist demnach generationsübergreifend. (Diese generationsübergreifende Stabilität fand sich bei den Müttern zu 75 – 82 % und bei den Vätern zwischen 60 und 68 %).

1991 wiesen Ainsworth u. Eichberg erstmals auch den Zusammenhang zwischen unverarbeiteter Trauer bzw. unverarbeitetem Trauma einer Bindungsperson und kindlicher Desorganisation (inneres Arbeitsmodell: desorientiert) nach.

Die Hauptstrukturen von Bindungsmodellen bei Erwachsenen:

bg2Autonomes Bindungsmodell

bg2Distanziertes Bindungsmodell

bg2Verstricktes Bindungsmodell

Jedes dieser drei Arbeitsmodelle kann überlagert sein von unverarbeiteten traumatischen Erlebnissen (z.B. Tod einer Bindungsperson, Misshandlung durch eine Bindungsperson, ...) In diesen Fällen wird eine unsichere, desorganisierte Beziehung zum eigenen Kind erwartet.

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