Für sozialpädagogische Fachkräfte

pinsel 150

 

 

Eine sich selbst reflektiernde Haltung gehört nicht nur zum selbstverständlichen Standard
in der sozialen, pädgogischen und pflegerischen Arbeit,
sondern ist eine wesentliche Kernkompetenz professioneller Praxis.

Statistische Teilauswertung des Praxisforschungsprojektes
Begleitung und Unterstützung nach Adoption

aus 2010 / 2011

Von ca. 300 Fragebögen die freundlicherweise über sieben Adoptionsvermittlungsstellen im Nordwestlichen Niedersachsen an Adoptiveltern verschickt wurden, kamen 80 ausgefüllte Bögen rechtzeitig zurück und bilden die Grundlage für diese Auswertung. 15 Bögen kamen so spät, dass sie leider nicht mehr in der statistischen Auswertung berücksichtig wurden. Allerdings sind die ausformulierten Antworten in den zusammenfassenden Ergebnissen berücksichtigt worden. (Fragen nach Besonderheiten im Verhalten der Kinder, Unterstützung in der Zeit nach der Adoption und deren Bewertung, Anregungen,..)


Ganz herzlich danke ich allen, die sich die Mühe gemacht haben und den Bogen zum Teil äußerst differenziert ausfüllten! Herrn Prof. Dr. Martin Schiemann-Lillie danke ich für seine fachkompetente und flexible Unterstützung bei der Auswertung der Daten.

Hier nun ein Teil der statistischen Auswertung und ersten zusammenfassende Ergebnisse.

Besonders auffallend ist, dass 86% der Befragten ein unterstüzendes Angebot für alle Adoptiveltern / -familien als vorgehaltenes Standardangebot wünschen. Formen der gewünschten Unterstützung: siehe Nr. 14.

In Frage Nr. 15 finden Sie Beschreibungen aus Sicht von Adoptiveltern zu Besonderheiten ihrer Kinder. Und unter 16 u. 17 die erlebte Unterstützung. Unter 18 werden Hinweise, Anregungen und Ideen für begeleitende Unterstützung von Adoptiveltern aufgelistet.

 unterschrift

Kinderzahl

kinderzahl 500 

50  Adoptiveltern haben 1 Kind adoptiert
26  Adoptiveltern haben 2 Kinder adoptiert
3  Adoptiveltern haben 3 Kinder adoptiert
1  Adoptivelternpaar hat 4 Kinder adoptiert


Der überwiegende Teil der Kinder wurde in den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt vermittelt

4a halbjahre 500

           grosse Ansicht

4b halbjahre 500

            grosse Ansicht

4c halbjahre 500

           grosse Ansicht

Von den 50 ersten Kindern waren:
  62,5 %  im Krankenhaus untergebracht
  17,5 %  in der FBB
  7,5 %  im Kinderheim
  2,5 %  im Krankenhaus und bei den Eltern
  2,5 %  im Krankenhaus und in der FBB
  2,5 %  im Krankenhaus und im Kinderheim
  1,2 %  im Krankenhaus, bei den Eltern und in der FBB
  1,2 %  bei Eltern und im Krankenhaus
  1,2 %  bei Eltern und im Kinderheim

Auch die weiteren Kinder waren überwiegend im Krankenhaus bzw. in der FBB untergebracht.

Bei Aufnahme des:    
Mittelwert
 
1. Kindes fühlten sich die  78  Adoptiveltern = 2,21 iinformiert
2. Kindes fühlten sich die 30  Adoptiveltern = 2,47 informiert
3. Kindes fühlten sich die 4  Adoptiveltern = 2,50 informiert
4. Kindes fühlten sich das 1  Adoptivelternpaar = 4,0 informiert

Aufgrund der in den letzten Jahrzehnten veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen der Elternzeit, sind die Antworten nicht vergleichbar. Dennoch lässt sich eindeutig ablesen, dass die Adoptivmütter für die Erziehung des / der Kinder ihre Berufstätigkeit länger unterbrechen als die Adoptivväter.

Von den 80 Befragten haben 75 Frauen geantwortet und 74 Männer.
Davon haben 40 Frauen ihre Berufstätigkeit für die Dauer bis zu 3 Jahren unterbrochen (davon 6 unter einem Jahr / 12 für 1 Jahr )und 11 Männer (7 Männer davon von 1 – 7 Monate)

  Auswertung 
Mittelwert
Paargespräch mit Adoptivvermittler/in 1,87
Einzelgespräch mit Adoptivvermittler/in 2,00
Gespräche mit Adoptiveltern (privat) 1,61
Bewerberseminar 1,60
Hausbesuch Adoptivvermittler/in 2,07
Film und Fernsehen 3,10
Literatur 2,28
Gespräch mit Freunden und Verwandten 2,28

als sehr hilfreich beurteilen 20,0 % den Vorbereitungsprozess
als gut  beurteilen 47,5 % den Vorbereitungsprozess
als ausreichend beurteilen 21,2 % den Vorbereitungsprozess
als wenig hilfreich beurteilen 11,2 % den Vorbereitungsprozess
Von 80 Adoptiveltern 
bekamen / suchten
64 Unterstützung 
von / bei
 Adoptivvermittler/innen
Von 80 Adoptiveltern 
bekamen / suchten
36 Unterstützung 
von / bei
 Hebammen
Von 80 Adoptiveltern 
bekamen / suchten
58 Unterstützung 
von / bei
 Kinderärzten
Von 80 Adoptiveltern 
bekamen / suchten
16 Unterstützung 
von / bei
 Freunden / Familie, …
Von 80 Adoptiveltern 
bekamen / suchten
10 Unterstützung 
von / bei
 Adoptiv- / Pflegeeltern
Von 80 Adoptiveltern 
bekamen / suchten
3 Unterstützung 
von / bei
 Therapeuten / Frühförderung

Von den 64 Adoptiveltern, die Unterstützung von Adoptivvermittler/in bekommen / in Anspruch genommen haben, erlebten diese Unterstützung als:


28,1 %

sehr hilfreich
40,6 % gut
20,3 % ausreichend
10,9 % wenig hilfreich

Von den 36 Adoptiveltern, die Unterstützung von Hebammen bekommen, in Anspruch genommen haben, erlebten

75,0 % sehr hilfreich
22,2 % gut
2,8 % ausreichend

Von den 16 Adoptiveltern, die Unterstützung von Familie, Freunde,… bekommen / in Anspruch genommen haben, erlebten

87,5 % sehr hilfreich
12,5 % gut

Von den 10 Adoptiveltern, die Unterstützung von Adoptiv- oder Pflegefamilien bekommen / in Anspruch genommen haben, erlebten

70,0 % als sehr hilfreich
30,0 % gut

Von den 3 Adoptiveltern, die Unterstützung von Therapeuten, Frühförderung bekommen / in Anspruch genommen haben, erlebten

100, % als sehr hilfreich
  wünschenswert
 %
notwendig
 %
überflüssig
 %
regelmäßige Treffen mit Adoptiveltern (feste Gruppe) 57,4 23,0 19,7
offene Treffen mit Adoptiveltern 73,8 10,8 15,4
Supervision (Gruppe u. einzeln) 48,3 31,0 20,0
Fachberatungsstelle für Adoptiveltern 52,9 37,1 10,0
finanzielle Unterstützung 28,8 11,9 59,3
Fortbildungsseminare 46,3 29,6 24,1
Thema: siehe Auflistung “Fortbildungswünsche
Adoptivfamilientage / - Freizeiten 70,2 10,5 19,3
spezielle Kurangebote 47,5 15,0 37,5
 siehe Auflistung „Kurwünsche

Erwünschte Kurthemen:

  • Resilienz
  • Entspannung
  • Familienkuren (2x)
  • bei Problemkindern
  • Erziehung
  • Stärken der Kinder
  • Vater und Kind-kur
  • Pubertät
  • Familienkuren
  • Familienleben
  • Vater und Kind
  • Vorbereitung auf die AD

Erwünschte Fortbildungsthemen für Fortbildungsseminare:

  • Bedeutung frühkindl. Bindung / Bindungsschwächen (2x)
  • Rund um Adoption
  • Umfeld und Adoption
  • Schule / Schulprobleme
  • vorgeburtliche Schädigungen u. deren Auswirkungen
  • Rechtliches
  • Rollenwelches (Eltern – Beruf)
  • Pubertät (2x)
  • Herkunftsfamilie
  • Verhalten des Kindes
  • allgemein Adoption
  • Biografie
  • Förderung in der Entwicklung
  • Wie sag ich es meinem Kind und wann?
  • Frühförderung
  • Frühkindl. Bindungsstörungen
  • Frühförderung
  • Pubertät
  • Entwicklungspsychologie des Kindes
  • Eltern als Team
  • Das AD-Kind ist 18 – Kennenlernen der Mutter
  • Biografiearbeit
  • Normale Erziehung
  • Umgang mit den leiblichen Eltern – Wurzelsuche
  • AD und Pubertät – leibliche Kinder/AD-Kinder
  • Wo und wie bekommt man Hilfe bei geistigen, psychischen und
  • körperlichen Mängeln
  • Umgang mit schwierigen Kindern – Kinder mit Defiziten – sozial
  • auffällige Kinder
  • Alltagsbewältigung praktisch
  • Bindungsprobleme – Bindungsaufbau
  • Pubertät
  • Umgang mit Stresssituationen
  • Fremde Kinder – andere Gene ?
  • Aufklärung des Kindes (Wie? Wann?)
  • Workshop für Jugendliche: Warum bin ich wie ich bin? Kann ich
  • was ändern?
  • Leben mit einem AD-Kind – keine Tabus
  • Herkunft des Kindes
  • Identität
  • Bindung und Auswirkung in der AD-Familie
  • Offenheit gegenüber dem sozialen Umfeld
  • Umgang mit eigenen Fantasien über die Herkunftsfamilie
  • Säuglingsgruppe in der AD-Pflegezeit
  • Pubertät
  • Verhaltensauffälligkeiten
  • Verhaltensauffällige Kinder
  • Pubertät
  • Bindung
  • Erziehung allgemein
  • Traumatisierung
  • Was ist vererbt, was ist anerzogen?
  • Vorgeburtliche Schädigung durch Alkohol und Drogen
  • Und wenn es nicht mehr möglich ist mit dem Kind zusammen
  • zu leben
  • Erziehungsfragen
  • Eigene Verhaltensmuster durchbrechen
  • Biografiearbeit
  • Trotz und Rebellion
  • Traumatisierung
  • Identität
  • Kontaktwunsch zu leiblichen Eltern
  • Pflege- & AD-Kinder fallen aus der Rolle
  • Entwicklungsprobleme

Antworttexte: siehe Auflistung
Einordnung der Antworten nach folgenden Kriterien und in %

18,8 %  haben nicht geantwortet
41,2 %  die Antwort beschreibt Besonderheiten im Verhalten des Kindes 
 (nach Adoptiveltern Beobachtung)
1,2 %  die Antwort beschreibt Besonderheiten im Verhalten des Kindes 
 (nach Fremdbeobachtung)
20,0 %  Antwort bezieht sich auf Situationen u. Interaktionen mit dem Kind, 
 die im Zusammenhang mit Adoption stehen bzw. erlebt werden
5,0 %  Antwort bezieht sich Situationen, die von außen 
 in einen Zusammenhang mit Adoption gebracht werden
11,2 %  (noch) keine Beobachtungen gemacht
2,5 %  sonstiges
  • auffälliges Verhalten, mangelndes Selbstbewusstsein, Probleme in der Schule, Auffälligkeiten bei Sozialkontakten, niedrige Frustrationstoleranz, depressive Verstimmungen in der Pubertät, erhöhtes Aufmerksamkeitsbedürfnis
  • ich verstehe die Frage nicht
  • trotziges, ablehnendes Verhalten gegenüber Vater/ Mutter; Essverhalten, Einnässen, ausrasten bei Kleinigkeiten, Sprachentwicklung verzögert
  • Schreckhaftigkeit und Angst unseres Babys: Ist das vielleicht eine Folge von Erfahrungen, die es in der Schwangerschaft gemacht hat? Reaktionen der Kinder von Freunden: "Die haben das Baby gekauft". Wir müssen üben es gut und kindgerecht zu erklären.
  • Beim 1. Kind war es uns wichtig, das es bei uns bleibt. Sicherheit für beide Seiten. Beim 2. Kind sind wir mit der Ad. Ins Wanken gekommen. Wir hatten schon beim 1. Kind gemerkt, dass man mit vielen Situationen allein gelassen wird. Da wir aber beim 2. Kind keinen Unterschied machen wollten u. auch von Anfang an dem JA zugesagt haben, dass wir das Kind adoptieren werden, konnten wir nicht mehr zurück. würden aber aus heutiger sicht kein Kind mehr adoptieren. Man steht als ADeltern total allein da. ADkinder haben genau dieselben Probleme, Ängste ... wie Pflegekinder. Nur keine Unterstützung von außen mehr.
  • Die Ad. Unserer Tochter verlief völlig reibungslos bisher, wir führen ein völlig normales Alltagsleben. Wir haben viele Tipps von Ihnen(Fr. Roscher) erhalten und sind damit gut gefahren.
  • Ablehnung neuer Aktivitäten, häufiges / ständiges Schreien als Baby, keine Lust sich anzustrengen
  • Charakterzüge des Kindes
  • Als unser Sohn fragte, ob er aus Mamas Bauch kommt.
  • Verlassenheitsängste, Ängste in jeder Hinsicht, gesundheitliche Probleme, innere Zerrissenheit der Kinder, Probleme in der Schule, Selbstzweifel
  • Angst vor Sachen, die in der Vergangenheit des Kindes passiert waren, Viel verarbeitet im ersten halben Jahr. (Dabei kann einem niemand helfen, der es nicht selbst erlebt hat. Man kann dem Kind nur viel Sicherheit, Liebe und Halt geben. Ihm einfach das Gefühl geben, alles ist gut und so was wird nie wieder passieren
  • erstmal keine
  • noch zu klein
  • Wenn jemand ein Kind bekommt. Wenn wir etwas im Fernsehen sehen,… reden wir über unsere Adoption. Unser Adkind kört sehr gerne über seine Ankunft etwas. Wir haben mehrere Adkinder in unserem Umkreis u. unter Freunden u. reden gern darüber.
  • das Temperament unsere jüngsten Sohnes xxx. Unser yyyhat ADHS verbunden mit einer Rechenschwäche. Da in unserer Famielie sonst keiner ADHS hat, denken wir manchmal das es diese Erkrankung vielleicht geerbt hat
  • Fragen von Außenstehenden. Fragen von anderen Kindern an unser Kind. Fragen von unserem Kind "War ich als Baby auch in deinem Bauch"
  • Stammbaum und Wurzeln des Kindes
  • Probleme in der Pubertät!Geburt der Enkelkinder (Wo sind die Wurzeln?) Alkoholembryopathie Frage nach dem Warum?
  • Wir wollten einem Kind aus dem Ausland ein neues Zuhause geben. Es war Liebe auf den ersten Blick von beiden Seiten
  • Feiertage wie Weihnachten, Ostern oder Geburtstag des Kindes. Tag der Übergabe im Jugendamt, Tag der Adoption
  • Sehr selten, gelegentlich bei Arztbesuchen, bei fragen zur Vorgeschichte von Krankheiten (Allergien, Brille, Zähne,..) Kind / Kinder: Themen in der Schule Z.B. Sexualkunde "Entstehung des Kindes"
  • Bemühen der leiblichen Mutter mit unserer Tochter Verbindung aufnehmen zu wollen. Anfragen Jugendamt, Meldeämter. Unsere Tochter möchte keinerlei Kontakt oder Informationen über ihre leibliche Mutter. Wenn unsere Tochter in der Zeitung abgebildet wird oder sie im Internet ist. Im Hinblick auf die Geheimhaltung der persönlichen Daten. Beim Auftreten einer chronischen Krankheit - Vorbelastung durch die Eltern
  • Verlassenheitsängste: Angst im Kindergarten nicht wieder abgeholt zu werden. Konzentrationsstörungen, verlangsamtes Selbstständigwerden, Trennungsängste auch noch im Erwachsenenalter,, weniger starkes Selbstbewusstsein. Essverhalten: an allem riechen bevor es gegessen wird. Angst nicht genug zu bekommen, Teller überfüllen, spätere Berufswahl: Kroch
  • Verweigerung bei Anforderungen, starke Wutanfälle, Auffälligkeiten im Umgang mit anderen Kindern, wenig Selbstbewusstsein, Lern- u. Konzentrationsschwierigkeiten in der Schule
  • Unsere Tochter ist sehr stabil und hat mit dieser Situation gewaltige Probleme. Sie gibt ihrer leiblichen Mutter dafür die Schuld. Diese Situation konnten wir allein nicht meistern.
  • Bei uns ist alles gut
  • keine Besonderheiten bei Kind 1,2 und 4. Bei Kind 3 Projektion der frühkindlichen Erlebnisse auf die Adeltern
  • Bei Arztbesuchen holt das Thema einen auch schnell ein. Als unser Kind ca. 2 - 2,5 Jahre alt war hatten wir eine zweiwöchige Phase, in der es schlecht bis gar nicht schließ. Wir hatten an einen Zusammenhang gedacht, da er evtl. in der Zeit etwas verarbeitete
  • Durch die Einschulung unseres Sohnes sind einige Probleme aufgetaucht , auf die wir wenig vorbereitet waren, dieses scheint bei Adkindern häufig der Fall zu sein und es wäre hilfreich gewesen, wenn man hier mehr Unterstützung erhalten hätte
  • Noch sind unsere Kinder klein, aber wenn sie als Erwachsene ihre Herkunft kennen lernen wollen - wie können wir da las Eltern unterstützen??
  • die vertraute Nähe. Als normale Familie gelten zu wollen. Der Wunsch unseren Namen schon jetzt zu haben. Eigenständig die Entscheidungen für das Wohl des Kindes treffen
  • bislang keine
  • Panikataken bei Lärm, ungewohnten Geräuschen (in den 1. 2 Jahren)
  • Sind Fähigkeiten oder Talente angeboren oder erlernt? ( Kind ist geschickt u. interessiert in der Küche Kind ist klug)
  • wir hatten keine Hebamme u. wussten auch nicht, ob uns eine zusteht. Wäre sehr hilfreich gewesen, wenn man darüber informiert gewesen wäre, wo man sich Hilfe holen kann
  • wenn Fragen zur Herkunft vom Kind kommen
  • 4Meldungen über gefundene, getötete Babys- leider immer noch ein tabu in unserer Gesellschaft Kinder zur Adoption frei zu geben. Unsere Kinder waren von Anfang an mit der Situation vertraut. Bei der 2. Adoption hat unser Sohn in der Schule erzählt "Morgen fahren wir nach xxx und holen eine Schwester" Daraufhin wurde er dann auf die Adoption angesprochen wie z.B.: sind nicht deine Eltern, Antwort: ich habe 2 Paar Eltern. Er hat zuhause alles sofort erzählt. Unser Sohn hat vor kurzem eine gute Freundin nach xx begleitet, die dort ihre leibl. Mutter getroffen hat. Er war davon angetan, sagte aber zu uns, dass es für ihn nicht in frage käme. Unsere Tochter daraufhin: "Ich möchte aber später meine leibl. Eltern sehen" Wir werden sie auf jeden fall unterstützen. Sie beschäftigt sich öfter damit. Vor einiger Zeit fragt sie nach den Vornamen u. Alter der 4 leibl. Geschwister. Ich habe sie ihr aufgeschrieben. Erst vor ein paar tagen kam sie von der Schule nach Hause u. erzählte: Die Lehrerin hat mich gefragt, ob meine Eltern von der Größe her klein sind? (sie gehört zu den kleinsten in der Klasse) Sie hat geantwortet "ich bin adoptiert, ich weiß es nicht, aber mein Papa ist gro0ß und meine Mama hat etwas meine Größe" Die Lehrerin fand die Reaktion gut und hat sich dann positiv zur Adoption geäußert.Vergangenheitsbwältigung anhand alter Fotos
  • Pubertät
  • Kind kam mit Fotos seiner leiblichen Mutter zu uns und hat gefragt, wer das ist. Da haben wir gesagt, dass es seine Baumama ist. Er ist aber noch ein bischen klein, um das zu verstehen. Wir bereiten ihn langsam darauf vor. Alle drei Monate treffen wir uns mit anderen Adoptivkindern, dann sagen wir, die sind auch alle adoptiert, genau wie du. Reaktion von unserem Kleinen: ""wie geht das?" er ist jetzt 3,5 Jahre u. so fangen wir so langsam an, ihm das zu sagen.
  • Charaktereigenschaften, Krankheiten ADHS/ Depression / andere Erbkrankheiten
  • Von anfang an die Kinder aufklären (spielerisch mit Fotos usw. aufklären dass sie Adoptivkinder sind, vor dem Kindergartenbesuch. Schwierig finde ich auch die Pubertätsphase für die Eltern aber auch für die Kinder
  • Es gab hier noch keine speziellen Situationen. Sie zeigen uns kein besonderes Verhalten, was uns an Adoption denken lässt. Aber trotzdem ist es häufig Thema und wir erzählen ihr auch schon davon
  • Unser Sohn geriet mit 17 Jahren an Drogen. Was sich hinter diesem einen Satz verbirgt, lässt sich für Außenstehende nur schwer erahnen. Dieses Schicksal hat uns mittlerweile 5 Jahre begleitet. Die ganze Situation hat sich seit einem Jahr erheblich relativiert. Doch ein Sorgenkind wird er immer bleiben. Ungefähr zu diesem Zeitpunkt suchten u. fanden wir seinen 8 Jahre älteren Halbbruder und dessen Adoptivfamilie. Über diesen Weg erfuhren wir einiges über seine leibliche Mutter. Wir wissen jetzt dass Sie starb, als unser Sohn 10 Jahre alt war. Sie ist durch ihren Drogenkonsum gestorben. Wir glauben heute ganz bestimmt, dass sie schon während der Schwangerschaft Drogen konsumiert hat. Die Tatsache wurde uns aber nicht mitgeteilt. Die Drogensucht der leibl. Mutter muss doch Aktenkundig gewesen sein. Beide Kinder wurden im Alter von 18 Monaten über einen Beschluss aus der Wohnung der Mutter geholt. Beide waren stark vernachlässigt worden. auch der Halbbruder hat ein starkes Suchtverhalten. Hier spielt Alkohol eine große Rolle, .Beide bekommen ihr Leben nicht in den Griff. Beide Kinder haben starke Defizite im zwischenmenschlichen bereich. Hier denken wir ganz besonders an einen Zusammenhang zu Adoption. Wenn auch gesagt wird Sucht ist nicht vererbbar. Aber die Veranlagung dazu allemal. Hier müsste viel mehr aufgeklärt werden. Für uns steht heute eindeutig fest: Die Gene sind stärker!!!!Und das gilt unserer Meinung nach für alle Bereiche. die Erziehung und das Vorgelebte spielen nur eine kleine Rolle. Hier sollte man besser aufklären.
  • keine
  • Die Frage ist sehr schwer zu verstehen. Uns haben solche Situationen nicht erlebte.
  • bei aggressivem Verhalten des Kindes versucht man erbliche Rückschlüsse zu ziehen
  • Unser Kind entwickelte im alter von 4 den Zwang sich die Haare auszureißen. Im Kindergarten Ängste, wenn Vater / Mutter gehen wollte. Große Unsicherheit in unbekannten Situationen wenig Selbstbewusstsein kann z.B. im Spiel nicht verlieren, muss in der Schule immer gut sein
  • keine
  • oft schwer nachzuvollziehende Gefühlswelt mit Wutausbrüchen / Weglaufen/ Widerstand bis zum Überlaufen. Alltäglich wiederkehrende Konflikte. Körperhygiene, Rituale tägl. Neu einfordern!! Starkes Einfordern von Grenzen!!!Tägl. Bestätigung: "Das hast du besonders gut gemacht"
  • Fragen des Kindes. Medizinische Problematiken
  • Schwangerschaften im Familien- und Freundeskreis oder im Kindergartenumfeld. Der Wunsch unserer Tochter ein Geschwisterkind haben zu wollen. Arztbesuche, Behördengänge, (Geburtsurkunde, Vorbereitung bei Einschulung)
  • Pubertät, Frage nach der Herkunft
  • Wir haben die Ad immer offen mit unserer Tochter besprochen und so früh wie möglich. Das war und ist sehr wichtig in der Entwicklung / Erziehung des Kindes. Daher gibt es keine Besonderheiten im Verhalten.
  • Kind1:äußertst lebhaft, kam schlecht in den Schlaf; Schule ADHS u. leichte Legasthenie. Pubertät: früh angefangen zu rauchen(10), früh Alkohol probiert (12), Drogen probiert -Polizei- Anzeige. Gott sei Dank die Kurve gekriegt. Jetzt 2.ausbildungsjahr: Anlagemechaniker 2. Kind : Entwicklungsverzögert, allgem. Lernbehinderung schon im 1. Schuljahr öfter das Schulgelände verlassen. Pubertät: Abhauen / Klauen / Rettungseinsätze usw. Schule auch Klasse 7 abgebrochen. Mit 14 die Familie verlassen - Heim- mit 17 alleine in Wohnung. Jetzt 1. Ausbildungsjahr Hotelfachfrau (Über Ausbildungsgesellschaft). Kontakt regelmäßig zu uns.
  • Krankheiten
  • Unsere Kinder wissen seit dem 3. Lebensjahr, dass sie adoptiert sind und haben keine Probleme damit. Eher sind sie manchmal stolz eine zusätzliche Bauchmama zu haben
  • War ich auch in deinem Bauch? Der Arzt fragt nach Familienkrankheiten
  • Kind1:Als Baby schwer in den Schlaf kommen. Alle Grenzen mehrfach austesten. Vermeiden / Angst von neuen Situationen(Urlaub, Geburtstagsfeiern bei neuen Kindern, Einschulung, Kindergarten, neuer Sport, eigene Wohnung,..)In der Pubertät: lautstarke Auseinandersetzung vorrangig mit Admutter. das Lernen in der Schule eingestellt, starke Alkohol exesse an Wochenenden, erste feste Freundin mit 16 bis 20. Seit 3 Jahren neue feste Beziehung in gemeinsamer Wohnung. Kind 2: schreckhaft als Baby bei Geräuschen, emotionales sich zurückziehen, "ich kann das alles allein bewältigen" Kontaktsuche nach Herkunftsfamilie, Finden der leibl. Mutter mit Enttäuschung, dass diese sich nicht wirklich interessiert. Scheu die leibl. Geschwister zu kontaktieren. Bei beiden : Aussehen Haare /Hauttyp
  • Beides Wunschkinder, aber ich würde mir wünschen -gerade für meine Älteste, dass sie mehr Hilfe vom Jugendamt bekäme, was ihre leiblichen Eltern anbelangt. Da sie erwachsen werden und natürlich etwas über ihre Eltern erfahren möchten. Bei diesem Thema haben wir große Schwierigkeiten. Wir möchten auch darin unsere Kinder gern unterstützen.
  • Ängstlichkeit, sich zurückziehen, Probleme mit Freunden. Schreckhaft als Baby.
  • Besonders bei meinem jüngeren kund, Verhaltensauffälligkeiten, die schon im Kiga anfingen und sich bis heute fortziehen. Charaktereigenschaften, die man von sich nicht kennt und die manchmal schwer zu verstehen sind.
  • Schreckhaftigkeit als Säugling, Überängstlichkeit bei anderen (Fremde/ Schule),…), geringe Frustrationstoleranz, wenig Freunde, Konzentrationsschwierigkeiten
  • ausgeprägte Ängste, emotionale Entwicklungsverzögerungen
  • wie hatten Kinderwunsch, deshalb stand im Vorfeld eine Adoption fest

Nachträglich eingegangene Fragebogen:/ außerhalb der Auswertung:

  • Übermäßige Ängstlichkeit, Verlassenheitsängste, Schlafstörungen, großes Bedürfnis nach Bestätigung der Bindung zu den Adoptiveltern, große Anhänglichkeit bzw. Klammern in diesem Zusammenhang, Frage nach der leibl. Mutter „warum hat sie mich verschenkt?“ Thematisierung des Adoptiertseins „Wo wäre ich denn hingekommen, wenn ich nicht zu euch gekommen wäre?“ 
  • Lebensthema Adoption schwingt häufig mit, je nach Persönlichkeit des Kindes mal mehr mal weniger sicht- spürbar; deutlich wird dies durch Äußerungen der Kinder (siehe oben) aber auch durch Verhalten (Insichgekehrt sein, Niedergeschlagenheit, oft äußert Kind 1 in solchen Momenten, dass es über sein Adoptiertsein nachdenke. Das Ich-Gefühl, Selbstwertgefühl der Kinder ist klar gekoppelt an das Wissen um das Adoptiertsein und dies beeinflusst auch das Verhalten, mal mehr, mal weniger.

1 = sehr hilfreich | 2 = gut | 3 = ausreichend | 4 = wenig hilfreich

    1 2 3 4
  Mittelwert:         
Adoptionsvermittler/in   1,96 ___  ___  ___   ___
Kinderarzt  2,21 ___ ___ ___ ___ 
Erziehungsberatungsstelle  2,80 ___ ___  ___  ___ 
Supervision  1,64 ___ ___  ___  ___ 
Kinderpsychotherapie  2,71 ___ ___  ___  ___ 
Gespräche mit Lehrern  2,75 ___ ___  ___  ___ 
Sprachtherapie  1,50 ___  ___  ___  ___ 
Adoptivelterngruppe  1,70 ___  ___  ___  ___ 
Jugendamtsmitarbeiter  2,22 ___  ___  ___  ___ 
eigene psychologische Beratung  2,17 ___  ___  ___  ___ 
Gespräche mit Adoptiveltern  1,53 ___  ___  ___  ___ 
Teilnahme an Seminaren  1,80 ___  ___  ___  ___ 
sonstiges  1,50 ___  ___  ___  ___ 

 1 = sehr hilfreich | 2 = gut | 3 = ausreichend | 4 = wenig hilfreich

    1 2 3 4
  Mittelwert:         
Adoptionsvermittler/in   1,38 ___ ___ ___ ___
Kinderarzt  2,61 ___ ___ ___ ___
Erziehungsberatungsstelle  2,86 ___ ___ ___ ___
Supervision  1,33 ___ ___ ___ ___
Kinderpsychotherapie  2,62 ___ ___ ___ ___
Gespräche mit Lehrern  3,54 ___ ___ ___ ___
Sprachtherapie  3,00 ___ ___ ___ ___
Adoptivelterngruppe  1,80 ___ ___ ___ ___
Jugendamtsmitarbeiter  2,12 ___ ___ ___ ___
eigene psychologische Beratung  2,86 ___ ___ ___ ___
Gespräche mit Adoptiveltern  1,80 ___ ___ ___ ___
Teilnahme an Seminaren  1,75 ___ ___ ___ ___
sonstiges  2,67 ___ ___ ___ ___
  • Das richtige Maß an Unterstützung ist wichtig. Durch zuviele therapeutische Maßnahmen kann das Gefühl der Kinder "etwas mit mir stimmt nicht" sich schon sehr früh verstärken. Eltern sollten in ihrer Erziehungskompetenz geschult und begleitet werden, ohne dass dies die Kinder belastet.
  • Für uns wäre es sehr wichtig in der ersten Zeit gewesen (ca. 1 Jahr), viel engmaschiger betreut zu werden. Wir fühlten uns oft allein.
  • Es müsste dieselbe Begleitung sein wie bei einem Pflegekind.
  • Bzgl. der Aufklärung und Suche der Kinder nach den eigenen Wurzeln individuell das Kind sehen! Einige Kinder wollen nichts davon "wissen", andere brauchen viel Hilfe und Zuspruch.
  • Es wäre schön, wenn man mit anderen AD-Eltern in Kontakt treten dürfte, wenn man mal unsicher ist oder mal Rat braucht. Wir haben uns ausgetauscht (§3 Familien) und es hat uns sehr gut getan.
  • Mir wurde keine Hebamme angeboten bzw. wir hatten kein Anrecht darauf. Meine Mutter, Geschwister, Freunde, Mann haben mir sehr geholfen. Ich hätte aber gerne eine gehabt.
  • Es gibt unserer Meinung nach zuwenige AD-Elterngruppen.
  • Wir haben unser Kind über den SKF-Vechta adoptiert. Die Vorbereitung und Begleitung bis heute) waren und sind vorbildlich!(Feste AD-Gruppen, -Seminare, Hausbesuche etc.)
  • Bitte weiterhin das …-Programm der Stadt Oldenburg weiterführen
  • Behörden komme du nicht weiter zwecks Kinderausweis und das seit zwei Jahren.
  • Probleme treten überall auf, ob AD oder nicht. Auch in anderen Familien läuft nicht alles glatt.
  • Ich habe mich sofort nach einer Hebamme erkundigt und habe sehr schnell und auch sehr lange Unterstützung bekommen. Das war für mich sehr hilfreich.
  • Regelmäßige Rückfragen, Hilfsangebote halte ich für sehr sinnvoll.
  • Viele pädagogische Einrichtungen zeigten sich extrem schlecht informiert. Diesem sollte durch die Einrichtung von Ausbildungsmodulen (frühkindliche Bindungsstörungen) abgeholfen werden.
  • Für die Unterstützng von schwierigen AD-Kindern gibt es wenig Geld. Außerdem gibt es keine oder zuwenige Mitarbeiter, die bei der Kindererziehung helfen könnten (z.B. Tagesmütter).
  • Immer offen mit den Kindern über die AD reden.
  • Sollten Probleme mit dem Kind kommen: Keine Panik!Sehr Vieles regelt sich von selbst!
  • Nach der abgeschlossenen AD wäre es schön, wenn man noch für kurze Zeit eine Bezugsperson hätte, die einem bei Fragen und Problemen zur Seite steht. Gut finden wir die Möglichkeit, uns mit anderen Eltern in Verbindung zu setzen.
  • Wir hätten uns schn gewünscht gelegentlich vom JA was zu hören. Diese sind aufgrund der geringen Personaldecke soweit ausgelastet, dass man mit seinen Problemen sich eigentlich kaum melden mag.
  • Im AD-Bewerberseminar Möglichkeiten benennen, dass man mit beginnender Pflege plus Ziel AD auch zu einem Kind kommen kann. Erläuterungen wie so etwas genau abläuft und wie es dann letztlich zu einer AD kommt.
  • Man sollte dem Kind frühzeitig offen die Situation erklären. Je weniger problematisch/dramatisch die Situation dargestellt wird, desto normaler geht das Kind mit ihr um.
  • Wir als AD-Eltern brauchen speziell in den ersten Monaten, aber auch später/über Jahre mehr fachliche Unterstützung und den Austausch mit anderen AD-Eltern. Wenn wir den SKF-Vechta nicht gehabt hätten bzw. noch haben, würden wir uns ziemlich alleingelassen fühlen. Da spüren wir auch deutlich einen Unterschied zum JA. Auch Angebote, wie sie die EV. AK. Bad Boll anbietet, fehlen hier in Norddeutschland. Wir haben ein großes Interesse an diversen Themen, z. B. Umgang mit den leiblichen Eltern, Wurzelsuche, AD-Kind & Pubertät, Unterschied leibliches - adoptiertes Kind.
  • Krabbelgruppe nur für AD-Kinder.
  • Wir wissen nicht, wie heute informiert wird. Bei uns wäre schön gewesen, wenn man mehr Informationen über Fördermöglichkeiten wie z. B. Frühförderung, Kinderzentren usw. bekommen hätte.
  • In den Medien müsste mehr Positives über AD berichtet werden. Mehr Hilfestellung für schwangere junge Mädchen. Es gibt leider immer nur negative Schlagzeilen.
  • Die besten Informationen gab es von Betroffenen (AD- oder Pflege-Eltern). Nachsorge ist nicht vorhanden; hier ist viel Eigeninitiative gefragt. Daher sind Treffen, Freizeiten, Supervisionen mit AD- & Pflegefamilien besonders wertvoll und unverzitchtbar. Danke, Irmtraud.
  • Wir würden es toll finden, wenn es mal speziell ein Seminar geben würde, wo nochmal ganz genau besprochen wird, wie man sein Kind am besten auf das Thema AD vorbereitet.
  • Da unser AD-Sohn schon von Klein an etwas merkwürdig war, hätten wir uns bessere Hilfe erwünscht. Seine Antriebsarmut, das ADHS und seine Depresionen machten den Umgang mit ihm nicht leicht. Er war von 2006 bis 2007 in einer Kinder- & Jugendhilfestelle untergebracht. Jedoch hatten wir das Gefühl, dass nur mit uns gearbeitet wurde (glückliche Eltern = glückliche Kinder). Das mag in vielen Situationen richtig sein, traf aber nicht auf uns zu. Heute lebt unser Sohn wieder in einer Betreuungseinrichtrung, da das Leben mit ihm in unserem Haus nicht möglich ist. Wir wissen nicht, ob er es jemals schafft, sich in unsere Gesellschaft zu integrieren. Wir hoffen es für ihn. Noch einmal würden wir nicht wieder ein AD-Kind nehmen, sondern es bei einer Pflege belassen.
  • Viel Unterstützung von Verwandten, die auch zwei AD-Kinder haben. - Auch Fußreflexzonenmassage und Homöopathie waren sehr hilfreich, weil gute Gespräche dadurch entstanden.
  • Psychologische Beratung von Anfang an!!Das können AD-Vermittler gar nicht leisten. Auf jeden Fall bei älteren AD-Kindern sollte sofort eine Hilfe an die Seite gestellt werden (Pflicht!).
  • Die AD-Eltern sollten intensiv auf Treffen mit leiblichen Eltern vorbereitet werden.
  • In unserem LK wünschen wir uns mehr Begleitung speziell für AD-Eltern, z. B. Gesprächsgruppen oder Freizeitangebote. Diese sollten nicht unbedingt mit Angeboten für Pflegeeltern gemischt sein.
  • Ich wünsche mir mehr Begleitung durch das JA.
  • Thema "Anstrenungsverweigerung"!Frau Dr. Bonus!
  • Regelmäßige, häufige Treffen von AD-Kindern, damit diese die Normalität ihrer Situation verlässlich erleben können.
  • Der Weg zu einer Entscheidung für oder gegen AD ist zu lang. Manche Bewerber verzweifeln an den hohen Hürden.
  • 1. Pflicht: Vorbereitungskurs AD-Eltern; 2. bessere Ausbildung der AD-Vermittler; 3. Pflicht: Kontaktgruppe AD- & Pflegeeltern; 4. Spielkreiskontakte für die AD-Kinder; 5. Seminar für die ADEltern; 6. Supervision für AD-Eltern; 7. Workshop für Jugendliche: Warum bin ich so wie ich bin? Kann ich was ändern?
  • Wir sind Mitglieder einer festen AD-Elterngruppe und stellen dort fest, dass diese für viele sehr hilfreich ist.
  • Es wäre schön, wenn alle JA ein einheitliches System hätten. Alle Fortbildungen und Seminare für AD-Bewerber müssten anerkannt werden.
  • Regelmäßige feste Angebote vom JA, z. B. Supervision - aber nicht verpflichtend.
  • Feste AD-Familiengruppen (positiv für Eltern & Kinder) in der AD-Pflegezeit von der AD Vermittlungsstelle aus bilden - Fortbildungsmodule als Pflicht während der AD-Pflegezeit. Offensives Angebot für AD-Familien während der Pubertätszeit durch das JA.
  • In der ersten Zeit Pflichtbegleitung
  • Kindergärten und Schulen, Erzieher und Lehrer sollten besser informiert und geschult werden.
  • Am Anfang viel mehr Gespräche mit erfahrenen AD-Eltern
  • Zur damaligen Zeit wäre eine unterstützende Beratung sehr vorteilhaft gewesen.
  • Es gibt ein "Frühstück f. Pflegeeltern, leider nur Vormittags. Da arbeite ich. Es wäre schön, wenn auch nachmittags solche Treffen stattfinden würden.
  • Jegliche Schönfärberei muss von Anfang an vermieden werden. Die Unterschiede zwischen leiblicher und Adoptiv-Elternschaft sind wesentlich und müssen immer wieder im Prozess reflektierts werden. Freude und positive Aspekte dürfen nicht vergessen werden.
  • Es ist einfach schön!!!
  • Es sollte sich jeder gut überlegen, ob man ein Kind adoptiert. Mit einem Pflegekind hat man immer Unterstützung, Beratung usw.
  • Die AD unserer Tochter verlief völlig reibungslos bisher und wir führen ein völlig normales Alltagsleben. Wir haben viele Tipps von Ihnen (Fr. Roscher) erhalten und umgesetzt und sind damit gut gefahren.
  • Wir haben nie Probleme mit dem Kind gehabt, die wir in Zusammenhang mit der AD bringen könnten. Es wurde dem Kind gegenüber aber auch nie verheimlicht, dass es ein AD-Kind ist.
  • Wir können eine AD nur empfehlen.
  • Man braucht viel Geduld, ein starkes Nervenkostüm, einen langen Atem und viel Liebe und Unterstützung, gerade, wenn man mehrer Kinder hat. Aber es lohnt sich immer. Wir bauen diesen Kindern ein Fundament fürs Leben, das Haus müssen sie selber draufsetzen.
  • Wenn jemand offen dafür ist, sollte er seine Erfahrungen an andere weiter geben. Wir selbst haben es gemacht, als wir gefragt wurden und es war ein gutes Gefühl zu helfen und zu merken, den anderen hat es geholfen und eventuell auch eine Unsicherheit genommen.
  • Ich würde immer wieder eine AD machen und ich kann mir nicht vorstellen, dass ich ein eigenes Kind mehr lieben würde. Schade finde ich schon, dass ich schon lange nicht mehr gehört habe, dass jemand in diesem Umfeld ein Kind adoptiert hat.
  • Wir sind sehr glücklich mit unseren Jungs, gerade weil sie so besonders sind, auch wenn es Situationen gibt, wo wir an unsere Grenzen stoßen.
  • Wir wünschen uns eine Begleitung, wie wir sie durch den SKF-Vechta erleben für alle AD-Familien.
  • Jeder muss für sich entscheiden, ob er Hilfe möchte oder nicht. Es ist aber gut zu wissen, wohin man sich wenden kann. (Zusatztext!)
  • Das Seminar in >Aurich war sehr aufschlussreich (Bewerberseminar).
  • Meine Erfahrung bei den Behörden ist sehr schlecht. Da das Alter in der Geburtsurkunde falsch ist, bekommen wir keinen Ausweis für das Kind. (Erdbeben Haiti)
  • Wir würden jederzeit wieder Kinder adoptieren.
  • Ich (als Mutter) habe die Zeit bislang sehr genossen, zu Hause zu sein und bin ganz erstaunt, dass sie so geflogen ist. Es macht unheimlich viel Spaß zu beobachten, wie der kleine …. wächst und gedeiht. Es ist einfach unbeschreiblich toll.
  • Einige der unter Punkt 16 aufgeführten Möglichkeiten waren 1995 noch nicht bekannt bzw. vorhanden. Die steigende Zahl der Patchworkfamilien erfordert nicht nur bezogen auf AD-Familien eine bessere Ausbildung der Pädagogen. (Zusatztext!)
  • Wir sind dankbar, dass wir zwei gesunde, liebe Kinder haben. Probleme gibt es immer mal, aber das ist in allen Familien mit Kindern normal, nicht nur bei AD-Kindern. Ich glaube sagen zu dürfen, dass auch unsere Kinder ganz zufrieden mit ihren Eltern sind. Wir sagen immer: Wir sind eine kleine, verrückte und glückliche Familie.
  • Mit besten Empfehlungen für Ihre Arbeit.
  • Noch sind unsere Kinder klein, aber wenn sie als Erwachsene ihre Herkunft kennen lernen wollen, wie können wir als Eltern unterstützen?
  • Vielleicht hatten wir im Fall von … Glück, aber wir möchten daran appellieren, dass da draußen auch ältere Kinder auf ein Zuhause warten. Sie haben alle ein Päckchen zu tragen und sind trotzdem sehr dankbar eine zweite Chance im Leben zu bekommen.
  • Leider haben wir uns sehr spät für den Weg der AD entschieden, weil wir zuvor nur von Paaren gehört haben, die ihn als sehr schwierig beschrieben haben. Wir haben sehr positive Erfahrungen gemacht und sind der Meinung , dass man dies auch anderen Betroffenen sagen sollte, damit sie den Mut haben auf diese Weise eine Familie zu gründen.
  • Omas & Opas müssten mehr in den Prozess der Vorbereitung auf die AD einbezogen werden.
  • Obwohl unsere Tochter gut ersichtliche Defizite hatte, wurden wir von Kinderärzten, Kindergarten und vielen Institutionen immer beruhigt und hingehalten. Man solle doch abwarten und dem Kind Zeit geben. Heute wissen wir, dass man mit Förderung nicht früh genug anfangen kann.
  • Wir lieben unsere Kinder, sind froh über die AD, haben immer nur positive Reaktionen erlebt (Familie, Freunde, Nachbarn). Wie schon erwähnt, ist die eigene Einstellung und Offenheit sehr wichtig. Auch bei leiblichen Kindern gibt es gute und schlechte Zeiten.
  • Wer nicht selbst Pflege- oder AD-Kinder mit Handicaps hat, kann sich das Leben mit ihnen schlecht vorstellen, gilt aber auch bei eigenen Kindern. - Mit der Betreuung von Frau (AD/PKD) sind wir sehr zufrieden!
  • Es ist eine große Bereicherung, ein Kind haben zu dürfen. Wir danken Gott dafür, dass wir zwei Kinder haben dürfen. Es darf aber nur sein, wenn beide Elternteile es sich von Herzen wünschen. Es gibt Freud und Leid. Ein Kind soll seiner selbst Willen angenommen werden von ganzem Herzen.
  • Spezielle Seminare und Vorbildungen nur für AD-Eltern (nicht gemischt mit Pflegeeltern) wären wünschenswert.
  • Jedes Kind ist sehr besonders und bringt die eigenen Probleme und Stärken mit. Es gibt kein Patentrezept. Man muss immer in der jeweiligen Situation reagieren, manchmal aus dem Bauch heraus.
  • AD/PKD soll als selbstständiger Dienst erhalten bleiben, unabhängig vom Sozialen Dienst.
  • Bisher verläuft alles ohne Probleme. Wir sind sehr zufrieden und glücklich mit unserer Situation.
  • Unsere Kinder sind sehr unterschiedlich: 1. Kind 100% schwerbehindert; 2. Kind sehr, sehr schwierig; 3. Kind mit fötalem Alkoholsyndrom - und wir haben sie alle sehr, sehr lieb.
  • Für uns war die AD ein deutlicher Gewinn.
  • Nach der letzten durch das JA organisierten Gesprächsrunde treffen wir uns heute alle drei Monate mit sieben Elternpaaren privat. Dieser mittlerweile Freundeskreis ist sehr wertvoll für uns alle zum Austausch bei Problemen. Es ist übrigens auch für die Kinder schön andere AD-Kinder zu kennen (unsere sind mittlerweile alle um die 16 Jahre alt).
  • Es ist ein wunderschönes Erlebnis und eine besondere Erfahrung, aber trotzdem sollte es mehr Freiheit und Verständnis für diese Kinder geben.
  • Leider ist das Thema AD immer noch zu wenig in der Öffentlichkeit bekannt und die Leistung der abgebenden Mütter anerkannt.
  • Wir sind mit unserem Sohn sehr glücklich und einen besonderen Dank an Frau (AD-Vermittlerin), die unser Leben mit der AD von unserm Sohn so bereichert hat. Auch für die gute Begleitung und Unterstützung.
  • Ich finde gut, dass wir nach so langer Zeit angeschrieben worden sind.
  • Wir haben sehr viel Glück mit unseren Kindern und sind sehr froh, dass wir uns damals für die AD entschieden haben. Ich würde mir wünschen, dass man mehr Unterstützung bekommt, wenn das Thema auf die leiblichen Eltern fällt, da es sehr schwierig für die AD-Eltern ist, alle Fragen der jungen Menschen zu beantworten.
  • Da ich selbst Erzieherin bin, hatte ich erst Schwierigkeiten, mich ans JA und Therapeuten zu wenden (ich müsste es ja eigentlich können). Habe es danach aber nie bereut, mir Hilfe zu holen. Es hat mich gefreut, dass nach so vielen Jahren jemand das Thema aufgreift.
  • Am Besten wurde ich von der FBB Familie betreut, die mir immer mit Rat u. Tat zur Seite gestanden haben und auch jetzt noch stehen. Bei allen Fragen konnte ich dort anrufen, sie haben immer ein offenes Ohr. Wir haben einen sehr guten Kontakt zu Ihnen. Es wäre schön, wenn man erfahren könnte, wo noch Adoptivkinder in der Nähe des eigenen Wohnortes leben, damit man mit den Familien auch privat Kontakt aufnehmen kann. Das JA darf ja die Tel.nr. ohne Einverständnis nicht weitergeben.

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